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18. März: Tag der politischen Gefangenen – Kundgebung 18 Uhr | Friedrichsplatz

8. März 2021

Der 18. März als Kampftag der politischen Gefangenen nimmt seinen Ursprung in revolutionären Bestrebungen des 19 Jahrhunderts, das damalige herrschende parlamentarisch-monarchische Feudalsystem, durch eine Gesellschaft der Selbstverwaltung, frei von Ausbeutung und Unterdrückung zu ersetzen. Diese selbstverwaltete Gesellschaft ist als Pariser Commune in die Geschichte eingegangen. Nach 71 Tagen, am 28. Mai 1871 wurde sie mit brutaler Härte zerschlagen – 20.000 Menschen wurden ermordet, Tausende kamen in Gefangenschaft. Der Versuch, gesellschaftliche Veränderung voranzubringen, war gescheitert.
Aber was haben unsere Genoss:innen vor uns von dieser Geschichte gelernt und was können wir heute noch davon lernen? Die Herrschenden werden ihre Macht nicht freiwillig aufgeben, sondern diese mit aller Härte verteidigen. Sie bestrafen uns, stecken uns in Knäste und werden alles dafür, dass wir uns nicht organisieren und eine ernsthafte Gefahr darstellen. Aber wir haben gelernt, dass Solidarität unsere Waffe ist. Solidarität zu organisieren ist wichtig, um handlungsfähig zu bleiben. Unsere Solidarität ist ihr Kontrollverlust.


Wie sieht die heutige Situation aus? Egal ob im Danni, bei den Protesten zu Ende Gelände, den G20 Protesten oder den meisten Antifaprotesten – Protest und Widerstand gegen ein „weiter so“ und für gesellschaftliche Veränderungen, um für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und ein Leben in Solidarität, im Einklang mit unserem Planeten zu streiten, ist ein Angriff auf die bestehenden Verhältnisse. Denn diese Forderungen sind entgegengesetzt zu Kapital- und Profitinteressen – und gerade beim Schutz dieser Interessen, bekommen wir den Repressionseifer und -druck mit besonderer Härte zu spüren. Sei es die Kriminalisierung des Protests im Dannenröder Forst, die unglaubliche Repression bei den Protesten gegen den G20-Gipfel oder jüngsten Angriffe gegen linke Gruppen, wie dem Roten Aufbau in Hamburg oder die Diskussion eines Verbots von Antifa-Gruppen in Niedersachsen.
Wir kämpfen in unterschiedlichen Bereichen für eine bessere, solidarische Welt – gegen Ausbeutung und Unterdrückung, gegen Nazis, gegen die Zerstörung des Planeten. Es wird nicht darum gehen, ob wir Repression bekommen oder nicht, sondern es wird darum gehen, wie wir damit umgehen! Lasst uns gemeinsam und organisiert handeln, um daraus Stärke für unsere Kämpfe zu gewinnen. Und lasst uns an die denken, die – damals wie heute – Opfer von Repression geworden sind: Unsere Genoss:innen, die auf der Anklagebank oder in den Gefängnissen sitzen.

Lasst uns am 18. März zusammen auf die Straße gehen! Denn auch während der Corona-Pandemie schläft der Repressionapperat nicht.

Kundgebung am 18.März um 18:00 Uhr am Friedrichsplatz / Karlsruhe

Veranstalter: Koordinierungskreis 18. März

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